Peer Steinbrück verursacht Fehler 404 – Seite nicht vorhanden

Wie Peer Steinbrück und die SPD auch den Start ihrer Online-Kampagne für die Bundestagswahl 2013 verstolpern.

Der SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat pünktlich zu seinem Nominierungsparteitag eine neue persönliche Webseite verpasst bekommen. Meine Erwartungen an diesen Relaunch waren recht hoch, immerhin hat dieser Mann den ernsthaften Willen, Kanzler einer der wirtschaftlich wichtigsten Länder der Erde zu werden.

Leider scheinen Steinbrück und seine Berater zu sehr auf Frank Stauss, Geschäftsführer der Werbeagentur Butter, gehört zu haben. Der empfahl ihm nämlich allen Ernstes, keinen zu großen Budgetanteil auf den Internetwahlkampf zu verwenden. Entsprechend sieht www.peer-steinbrueck.de nun auch aus. Grob, klobig und statisch. Leseunfreundliche typografische Bleiwüsten. Brochureware in Reinkultur.

Die Startseite, der wichtigste Bereich einer jeden Webseite, besteht zu 99% aus Grafiken. Nicht nur unter SEO-Gesichtspunkten ist dies ein nicht unerheblicher Schnitzer. Denn eine Suchmaschine kann Bilder nicht gut „lesen“, was sich auf das Ranking der Webseite auswirken kann. Deshalb sollte auf einer Startseite immer Text maschinenlesbarer Text zu finden sein.

Relaunch technisch unsauber umgesetzt

Sitelinks bei der Google-Suche Peer Steinbrück

Sitelinks bei der Google-Suche Peer Steinbrück

Beim Relaunch einer Webseite und einer damit einhergehenden Veränderung der URL-Struktur ist es eine Grundregel, die alten URLs auf die nun neuen Seiten korrekt umzuleiten. So wird verhindert, dass User auf toten Seien landen. Was es dabei zu beachten gilt, kann man u.a. direkt von Google erfahren. Steinbrück und seine technischen Berater scheinen davon noch nichts gehört zu haben. Denn klickt man z. B. bei der Google-Suche auf die Sitelinks (siehe Screenshot links) von peer-steinbrueck.de, so wird der Fehler 404 „Seite nicht vorhanden“angezeigt (Screenshot siehe oben). Das ist unnötig und unprofessionell, weil es den Besucher verwirrt.

Wahlkreis schon aufgegeben

Das i-Tüpfelchen bildet aber die die Unterseite „Mein Wahlkeis“. Hier wurde einfach ganz auf jeden Inhalt verzichtet. Bis zum Montagvormittag (10.12.2012) war der Content-Bereich komplett leer. Für Steinbrück, so könnte man fast meinen, ist sein Wahlkreis nicht wirklich wichtig.

Auftakt der Online-Kampagne verstolpert

Es entsteht der Eindruck, dass nicht nur die Ausrufung von Peer Steinbrück zum Kanzlerkandidaten Ende September verstolpert worden ist, sondern auch der Auftakt der Online-Kampagne der SPD. Das kann nur besser werden.