Über den Sinn von Twitter für Politiker

http://politik-digital.de/erst-denken-dann-schreiben-ueber-twitter-in-der-politik/

Auf politik-digital.de ist gestern ein Interview mit dem Politik- und Digitalberater Martin Fuchs veröffentlicht worden. Beim Lesen der Antworten sind mir wiederum zwei Fragen gekommen:

Müssen sog. „Dialog“ und „Bürgernähe“ mit dem gemeinem Bürger eigentlich wirklich die vorrangige Funktion der Nutzung von Twitter  für einen Politiker sein?

Meiner Meinung nach sind diese sehr beliebten Schlagworte wenig hilfreich, um Politiker und Parteien zu erklären, warum Twitter für ihre digitale Kommunikation einen Mehrwert bringen kann. Generell denke ich, dass wir im Bereich der politischen Online-Kommunikation endlich mehr über konkrete Funktionen und Nutzen von Tools und Kanälen sprechen müssen. Und weniger darüber, wer wie viele Follower hat und wer Twitter „richtig“ oder „falsch“ nutzt.

 

Kann man ernsthafte Meinungsforschung auf 140 Zeichen durchführen?

Wohl eher nicht. Denn man sieht und liest eher nur bekanntes, denn in der Timeline eines durchschnittlichen Abgeordneten werden sich zum größten Teil Tweets von Personen finden, die aus dem gleichen politischen Umfeld wie er selbst kommen (Stichwort filter bubble). Hier werden wohl eher Selbstbestätigung als Meinungsvielfalt vorherrschen. Einmal ganz davon abgesehen, dass die Nutzer von Twitter per se nicht repräsentativ für „die“ Meinungen sein können.